Nagelneu

#nailartist #nailjob #ladygründer

 

Zwischen Handarbeit und Ich-AG bildet der Beruf der Nageldesignerin für Frauen einen zweiten Karriereweg, einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben und manchmal die erste berufliche Selbstständigkeit. Auch Hendrik Quast und Maika Knoblich sind diesen Weg gegangen und haben sich über drei Monate in der Nagelakademie Luna Nails in Berlin zu zertifizierten Nageldesigner*innen ausbilden lassen. Als Hen & Mai gründeten sie die mobile Nagelbar „Nagelneu“, ein Ort, der die Geburt der Nagelkunst aus dem Nageldesign feiert. Ob Spritz- und Splatter- oder Punktetechnik, jede Nagelsession dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Dabei sind Hen & Mai stets darum bemüht, das Beste aus jeder Hand herauszuholen. Und was das heiflt, wissen natürlich nur sie beide am Besten! Ihre eigens entwickelten Designs sind signature designs, die ihre einmalige künstlerische Handschrift tragen. In ihren Nailsessions begreifen sie sich deshalb nicht mehr als Dienst leistende Nageldesigner*innen, sondern als Nagelkünstler*innen. Hier sind eindeutig sie selbst, und nicht der Kunde König. Im Vordergrund steht daher nicht das Typberatungsgespräch, sondern der Nagel als Aktionsfläche und Ereignis. Quast & Knoblichs Nagelbar unterläuft so die Mechanismen der Dienstleistungsbranche und hinterfragt das Verhältnis zwischen Arbeit und Kunst.

Trailer 

Konzept, Text, Performance Hendrik Quast, Maika Knoblich

Presse, Produktion Björn Pätz, Björn Frers

Koproduktion FFT Düsseldorf, Schwankhalle Bremen, SOPHIENSAELE, Quast & Knoblich

Gefördert durch Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Fonds Darstellende Künste e.V. 

 

Premiere 27.05.2016, Berlin Sophiensaele

Maika Knoblichs und Hendrik Quasts Aktionen bestechen durch ihre andauernde Merkwürdigkeit und dadurch, dass sie die Gesellschaft und ihre Bedingungen in helles Licht rücken. 


Roger Merguin, Gessnerallee Zürich, Festival keine Diziplin, 2018

 

Die beiden Künstler haben in den Räumen des Forum Freies Theater (FFT) eine Nagelbar eröffnet. Hier verbinden sie Nagelkunst mit einer künstlerischen Performance. (...) Die Leinwand ist der Nagel eines jeden Menschen, der das FFT besucht. Wichtigster Fakt: Die Künstler suchen sich ihre Kunden aus, nicht umgekehrt. Haben sie ihre Kunden gefunden, legen die beiden los. Während Maika am Nageltisch bleibt, die Nägel weiß grundiert und dann mit bunten Punkten bedeckt, nutzt Hendrik die Aktionsfläche. Wenn die Grundierung getrocknet ist, nimmt er bunten Lack mit einem Strohhalm auf und pustet die Farbe auf die weifl grundierten Nägel. Die Künstler haben sich eine eigene Welt erschaffen, die sie im FFT leben. Sie haben eine Katze, die Kitty heißt. Kitty war mal Veganerin. Das erzählen Hendrik und Maika ihren Kunden, während sie Nägel verschönern.

 
Rheinische Post, Mai 2017